Adobe Premiere

Adobe Premiere Pro

Adobe Premiere Pro ist ein Videoschnittprogramm für professionelle Anwender. Mit der Version 10 (CS4) wurde Premiere Pro für 64-Bit Systeme optimiert und behauptet somit bis zu 227% effizienter zu sein als die 32-Bit Variante. Während andere professionelle, nicht-lineare Videoschnittprogramme wie Sony Vegas, Final Cut Pro oder Avid DS jeweils nur auf Windows oder Mac funktionierten, bietet Premiere Pro ab Version 9 (CS3) Unterstützung für beide Betriebssysteme an. Die Anforderungen der Software an den Rechner ist vergleichbar mit anderen Videoschnittprogrammen in der Klasse. Für Windows braucht man für HD Verarbeitung mindestens einen Dual Core mit 2,8 Ghz, 2GB RAM, eine Grafikkarte mit OpenGL 2.0 Unterstützung und 10 GB Festplattenspeicher. Möchte man Premiere Pro auf dem Mac nutzen, so gelten im wesentlichen die gleichen Voraussetzungen und man muss einen Intel Prozessor haben.

Adobe Premiere CS4

Adobe Premiere Pro wird im professionellen Sektor eingesetzt, wie beispielsweise bei der BBC und "The Tonight Show". Des Weiteren wurde die Software unter anderen in Filmen wie "Dust to Glory, Captain Abu Raed" und Superman Returns eingesetzt, auch wenn Premiere Pro keinen entscheidenden Marktanteil im Vergleich zu Avid oder Final Cut Pro von Apple hat.

Wie die meisten anderen professionellen Videoschnittslösungen unterstützt auch Adobe Premiere Pro eine Reihe gängiger Formate wie DV, HDV, Sony XDCAM, XDCAM EX, Panasonic P2 und AVCHD. Des Weiteren lassen sich auch unkomprimierte Daten von SD- und HD-Karten von Drittanbietern wie AJA, Blackmagic Design und Matrox importieren.
Hervorzuheben ist das Feature zur Bearbeitung von 4K (4096x4096 Pixel) Formaten, die für das digitale Kino genutzt werden können und der Umgang mit 24p Material. Mit Adobe Encore lassen sich dann die geschnittenen Videos auf DVD oder Blu-Ray exportieren.

Ein neues Feature in der Version 9 erlaubt es gesprochene Dialoge des Videos in Textdaten umzuwandeln und diese zu durchsuchen. Somit ist es sogar möglich anhand des Filmskripts die Clips zu schneiden, indem man einfach Schlüsselwörter angibt, die im Dialog auftauchen müssen. Die besondere Stärke von Adobe Premiere Pro liegt in der engen Integration mit den hoch angesehenen Programmen Adobe Photoshop und Adobe After Effects. Zwar können diese Programme auch unabhängig von Premiere Pro genutzt werden, aber Adobe hat die Integration so in das Interface gebaut, dass der Workflow bei Nutzung dieser Kombination sehr stark verbessert wird.

Adobe Premiere Pro ist Teil der Adobe Creative Suite, kann aber auch separat für ca. 1010 Euro erhalten werden.

Folgendes Videotutorial zu Adobe Premiere Pro 2.0 (=Adobe Premiere CS4) zeigt eine Einführung in die Oberfläche und die grundlegensten Funktionen.


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Adobe Premiere Elements

Auch Adobe bietet eine Version für den Amateur- bzw. Semi-professionellen Bereich an. Auch Adobe Premiere Elements gibt es in zwei Versionen, eine für Windows und eine für Mac. Der Software fehlen einige professionelle Features der Pro Version wie beispielsweise das Rendering in hohen Farbtiefen, das Farbkorrekturwerkzeug, die fortgeschrittenen Werkzeuge zum Mixen von Audio und die Möglichkeit mit Adobe Encore auf DVD bzw. Blu-Ray zu exportieren. Adobe Premiere Elements ist mit ca. 100 Euro Anschaffungskosten aber auch sehr viel erschwinglicher als die Premiere Pro.

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