DTS - Digital Theatre System

DTS Timecode DTS steht für "Digital Theatre System". Das Digital Theatre System ist ein Mehrkanal-Tonformat und muss sich im Kino Sektor mit Dolby Digital und SDDS messen lassen. Zum ersten mal wurde das Tonformat 1993 - kurz nach Firmengründung - mit dem Film "Jurassic Park" in die Kinos gebracht und hat sich seitdem stark weiterentwickelt. Auf dem Filmstreifen läuft auf dem Rand eine Längsspur, die den so genannten Timecode festhält (rechts im Bild die punktierte Linie). Die eigentlichen Audiodaten werden aber digital auf einer CD festgehalten und diese dann mit dem Timecode des Films synchronisiert. Der Ton befindet sich aber zusätzlich nach wie vor analog auf dem Film – für den Fall, dass DTS mal ausfallen sollte. Der Vorteil dabei ist, dass der Ton verlustfrei kopiert werden kann, und somit unabhängig von Kopierverlusten beim Filmstreifen ist.


Für den Home-Cinema Bereich unterscheidet man folgende Formate:

DTS DTS DTS 5.1 Discrete (DTS Digital Surround 5.1)
Diskrete (voneinander unabhängige) 5 Kanäle und einen Subwoofer bringen einen glaubwürdigen Surroundklang ins Home Cinema. Rechts im Bild die Lautsprecheraufstellungen für DTS Digital Surround 5.1, DTS 96/24 und DTS Neo:6. Zu beachten gilt, dass bei DTS Neo:6 keine 5 diskreten Kanäle vorliegen, sondern nur der Front Left und Front Right (genaueres weiter unten).

DTS DTS NEO:6
Bei diesem, in Ansätzen mit Dolby Surround vergleichbaren Format, wird ein Mehrkanalton aus zwei analogen Kanälen berechnet. DTS Neo:6 ist ein digitaler Matrix-Decoder der analoge Stereo-Signale durch komplizierte DTS NEO:6 Prozessoren in 5 oder 6 Kanäle aufteilt, wodurch ein Surround Effekt entsteht. Front Left und Front Right sind die eigentlichen Kanäle aus denen der Front Center, Rear Left und Rear Right (Rear Center wenn vorhanden) errechnet werden. Das Bassmanagement findet im Vorverstärker oder Receiver statt und wird an den Subwoofer geleitet.

Neo:6 bietet außerdem 2 Modi: Den "Cinema Mode", der für Filme oder Sendungen mit Stereo Signal geeignet ist und den so gennanten "Music Mode", welcher aus den normalen Stereo CDs noch einen angehenden Surroundklang rauskitzeln kann.

DTS DTS 96/24
Wie DTS 5.1 Discrete nur das mit 96 Khz abgetastet (und 24 Bit quantisiert) wird, dadurch wird ein viel reinerer, hochauflösender Klang möglich. Das Format bring somit hochauflösende Audioqualität für DVD-Video in den Home Cinema Bereich.

Dank der Rückwärtskompatibilität spielen auch DTS-Systeme die im 48/24-Format wiedergeben können die 96/24 Stücke. Zur 96/24 Wiedergabe benötigt man einen normalen DVD-Videoplayer mit DTS Digital Out und einen AV-Vorverstärker oder AV-Receiver mit DTS 96/24-Decoder.

DTS DTS DTS-ES Discrete 6.1
ES steht für "Extended Surround" - also erweiterter Raumklang. Dieser wird mit der Einführung eines Center Back (oder Rear Back) Kanals erreicht. Das Setup sieht wie bei DTS 5.1 Discrete aus nur das ein weiterer Kanal hinter dem Zuschauer zur Verfügung steht.

Um zum älteren DTS Digital Surround 5.1 System kompatibel zu bleiben, liegt der neue hintere Kanal zusätzlich in einer Matrix-Version vor, die sich aus dem linken und rechten hinteren Kanal zusammensetzt. Selbst auf DTS Digital Surround 5.1 Systemen ohne den diskreten hinteren Kanal wird sich bei in DTS-ES 6.1 Discrete abgemischten Sounds ein hinterer "Phantomkanal" bemerkbar machen.

Filmbeispiele: Minority Report, Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Gladiator, Sieben, Rush Hour 2, Die another day...
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