Filmkritik zu The Village - Das Dorf

Rotkäppchen ist böse!

Wir sehen ein kleines Dorf im 19. Jhr. Menschen, die feiern, trauern und im grossen und ganzen doch gemütlich vor sich hin leben. Doch ganz so friedlich wie es scheint ist es dann doch nicht. Das Dorf ist vollständig umgeben von Wald und diesen gilt es nicht zu betreten. Kreaturen, auch genannt "die Unausprechlichen", leben dort und wollen nicht gestört werden. Es ist eine Art ungeschriebenes Gesetz: Betritt nicht ihren Wald und sie betreten nicht das Dorf. Außerdem gilt es die Farbe rot aus dem Dorf zu bannen. Rote Pflanzen etwa werden sofort aus dem Erdreich gezogen und im selbigen wieder verbuddelt, da das Rot die Kreaturen anzieht.
Ein stiller Typ namens Lucius Hunt, gespielt von Joaquin Phoenix, der auch in M. Night Shyamalans letzten Film "Signs" mitspielte, möchte unbedingt in die Stadt, die hinter dem Wald liegen soll. Er bittet die Dorfältesten um Erlaubnis Medizin aus der Stadt zu holen, aber diese geben nicht ihre Zustimmung zu diesem gewagten Vorhaben. Eines Abends überquert er heimlich die Grenze zum Wald und wird dabei von einer der Kreaturen mit roter Robe gesehen. Am Tag darauf sind an allen Türen rote Striche angebracht und es liegen tote Tiere mit abgezogenen Fällen im Dorf verteilt. Die Dorfältesten meinen, dass die Kreaturen die Einwohner warnen möchten. Lucius fühlt sich schuldig und gesteht die Grenze durchbrochen zu haben, worauf viele Bewohner des Dorfes geschockt sind.
Lucius und die blinde Ivy, welche von Bryce Dallas Howard verkörpert wird, verlieben sich und kurze Zeit später soll die Trauung stattfinden. Als Lucius jedoch mit einer Stichverletzung, zugefügt von dem geistig unterentwickelten Noah Percy (Adrien Brody), der auch in Ivy verliebt war, im sterben liegt, bittet Ivy zur Stadt eilen zu dürfen, um Medizin zu holen. Ihr Vater, einer der Dorfältesten, erlaubt ihr den Wald mit den bösen Kreaturen zu durchqueren, weil...

Die ganze Story im Film ist eigentlich ziemlich dünn. Man könnte sie in weniger als vier Stichpunkten ziemlich komplett darstellen.
1. Abgeschottetes Dorf mit mysteriösen Kreaturen
2. Mann will Frau heiraten und wird verletzt
3. Frau will Medizin holen
Ziemlich unspektakulär wenn man es von der Seite her betrachtet, aber der Film lebt vorwiegend durch die atmosphärischen Bilder, die unglaublich gute Musik von James Newton Howard (vieles eingespielt von der Violinistin Hilary Hahn) und durch den extremen Wendepunkt der Handlung, der dort anknüpft wo ich drei Punkte gesetzt habe. Ist dieser Punkt verraten, ist der Film für alle, die ihn noch nicht gesehen haben, nicht mehr sehenswert, also werde ich ihn hier nicht aufdecken.
Der aufbauende Teil bis zum Wendepunkt ist etwas zu lang geraten, so dass man manchmal den roten Faden der Handlung verliert. Nach dem Wendepunkt kann man dann ein wenig nachdenken, wie und warum...
Fazit
Zusammengefasst ist der Film sehenswert, wenn man atmosphärische Stimmung, mit zum Teil recht langen Szenen, knallharter Action mit schnellen Bildern und einfacher Handlung vorzieht. /dd

alle Bilder © Buena Vista


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:The Village
Land/Jahr:USA 2004
Genre:Mystery, Drama
Regie:M. Night Shyamalan
Drehbuch:M. Night Shyamalan
Musik:James Newton Howard
Studio:Buena Vista
FSK:
ab 12
Länge:108 min.
Deutschlandstart:09.09.2004
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  
Script zum Film:

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Schauspieler und Rollen

Bryce Dallas Howard Bryce Dallas Howard
als "Ivy Walker"
Joaquin Phoenix Joaquin Phoenix
als "Lucius Hunt"
Adrien Brody Adrien Brody
als "Noah Percy"
William Hurt William Hurt
als "Edward Walker"
Sigourney Weaver Sigourney Weaver
als "Alice Hunt"
Brendan Gleeson Brendan Gleeson
als "August Nicholson"
Cherry Jones Cherry Jones
als "Mrs. Clack"

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