Filmkritik zu King Kong

King Kong King Kong King Kong
Kong is King

Im New York der 30er Jahre lebt der mehr oder weniger erfolgreiche Filmproduzent Denham und macht sich auf die Reise nach einer unerforschten Insel um dort einen einmaligen Film zu drehen. Mit dabei ist sein Filmteam, die Crew des Schiffes und der eigentlich Star des Films, Ann Darrow. Kaum angekommen werden sie schon von Ureinwohnern attackiert, welche Ann entführen und sie Kong, einem 8-Meter großen Gorilla, als Opfer darbieten. Dieser nimmt sie mit und verschleppt sie in sein Versteck. Jack Driscoll, der Drehbuchautor des Films und die anderen beginnen eine Rettungsaktion um Anne aus den Pranken des Monsters zu befreien. Auf ihrem Weg treffen sie auf viele andere zu groß geratene Tiere.

Als Kong Ann entführt, fürchtet sie sich natürlich vor dem Monster und hat eine Todesangst, verständlicherweise. Doch nach den ersten Momenten mit ihm allein beginnt sie ihn zu verstehen, sie merkt dass es nicht nur ein wildes Tier ist, sondern auch Gefühle hat. So lernt sie seine menschliche und seine animalische Seite kennen. Denn Kong hat sich mittlerweile in die Schönheit verliebt und beschützt sie von nun an gegen alles, was ihr zu nahe kommt. Und damit verstärkt es die Bindung, die auch Anne mittlerweile zu Kong aufgebaut hat. Denham, welcher aus jeder Lage versucht Geld zu scheffeln, nutzt dies aus und stellt Kong eine Falle. Mit viel Glück fängt er ihn und so machen sie sich auf die Reise nach New York. Diese Entscheidung entpuppt sich jedoch als Desaster, als Kong entkommt und auf der Suche nach Anne halb New York zerlegt.

Motion Capturing

Andy Serkis stand für die sämtlichen Gesichtsanimationen des Riesenaffen und für viele Bewegungen vor der Kamera. Er bereitete sich intensivst vor, indem er 2 Wochen in Ruanda ein riesiges Filmarchiv von freilebenden Gorillas erstellte und darauf noch 3 Monate im Londoner Zoo die Affen studierte. So konnten er und die gesamte Filmmannschaft sich ausgiebig auf die digitale Umsetzung vorbereiten. Insgesamt entstanden über 400 Stunden Filmmaterial, die Peter Jackson auf 3 Stunden kürzte. Deswegen gibt es auch so viele Szenen, die im Trailer vorhanden sind, den Sprung in den Film aber doch nicht schafften.

Seit seiner Kindheit ist es Peter Jackson's Traum, das alte Original neu zu verfilmen. Selbst als 9-jähriges Kind spielte er die Szenen mit Puppen nach. Und seit 1996 versuchte er schon, den Film zu drehen, doch da Filme wie "Mein großer Freund Joe" oder "Godzilla" nicht wie erwartet beim Publikum ankamen, wurde das Projekt auf Eis gelegt. Doch nach seinem grandiosen Erfolg mit der "Herr der Ringe"- Triologie wurden ihm alle Türen geöffnet. Und mit einem Budget von 207 Millionen Dollar (Ursprungs-Budget war 175) wurde es der teuerste Film aller Zeiten.

Digitale Effekte

Fast der gesamte Film besteht aus digitalen Effekten oder baut auf diesen auf. Es gibt wenige Szenen, bei denen die Darsteller nicht vor dem Bluescreen sondern in der freien Natur standen. Doch es hat sich gelohnt. Die Spezialeffekte von "King Kong" sind atemberaubend, allein sie sind einen Kinobesuch wert. Die Gesichtszüge und die Emotionen, die Kong hat, sind so realistisch, dass man mit ihm fühlt und leidet.

Schauspieler und Botschaft des Films

Jack Black ist für die Rolle des Filmproduzenten wie geschaffen. Seine leicht hinterhältigen Aktionen sind immer wieder lustig anzusehen und seine Gerissenheit und Hartnäckigkeit, in jeder noch so schlimmen Situation das größte Geldpotential zu entdecken, ist bewundernd. Adrien Brody in der Rolle des Schriftstellers macht auch eine gute Figur, zum Ende des Films hin verliert er jedoch immer mehr Bedeutung und versinkt im Schatten von King Kong. Naomi Watts ist eine würdige Nachfolgerin von Fay Wray und ihr Charakter ist sehr gut aufgebaut. Als kleinen Gag hat Peter Jackson Andy Serkis auch eine "echte" Rolle gegeben und zwar die des Kochs.

Was auch nicht zu vernachlässigen ist, ist die Botschaft, die der Film vermittelt. Eine von vielen negativen Eigenschaften der Menschheit ist ihre Neu- und Habgier. Sie wollen alles besitzen und so viel Geld wie möglich machen ohne Rücksicht auf andere. Dieses Mal soll wieder mal ein besonderes Tier ausgebeutet werden, doch dieses wehrt sich, und das nicht zu wenig. Und sie merken nicht, dass damit nicht nur den anderen, sondern auch sich selbst schaden. Abschließend passt ein Zitat hier sehr gut, was der Schriftsteller Jack über Carl sagt, als er den an Ketten gebundene Kong den klatschenden Menschen vorführt: "Carl ist sehr gut darin, Dinge zu zerstören, die er liebt..."

Fazit
"King Kong" kommt nicht ganz an die Qualität von "Herr der Ringe" ran, dafür fehlt ihm eine noch bessere tiefgreifendere Story. Peter Jackson hat jedoch ganze Arbeit geleistet und einen sehr guten Film erschaffen, der sicherlich viele Zuschauer in die Kinos lockt. Ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte! /pp

alle Bilder © UIP


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:King Kong
Land/Jahr:Neuseeland/USA 2005
Genre:Fantasy, Abenteuer
Regie:Peter Jackson
Drehbuch:Frank Walsh, Peter Jackson
Musik:James Newton Howard, Howard Shore
Studio:UIP
FSK:
ab 12
Länge:187 min.
Awards/Preise:2006 Oscar für beste Spezialeffekte
2006 Golden Globe für beste Filmmusik
Deutschlandstart:14.12.2005
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  
Script zum Film:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Jack Black Jack Black
als "Carl Denham"
Adrien Brody Adrien Brody
als "Jack Driscoll"
Naomi Watts Naomi Watts
als "Anne Darrow"
Thomas Kretschmann Thomas Kretschmann
als "Captain Englehorn"
Colin Hanks Colin Hanks
als "Preston"
Andy Serkis Andy Serkis
als "Kong/Koch"
Jamie Bell Jamie Bell
als "Jimmy"

Verbindungen

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Bildergalerie

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