Filmkritik zu 300

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Stolz gegen Fanatismus
Leonidas wird, seit er aufrecht stehen kann, nach den Sitten der Spartaner im Gefecht getestet und muss sich harten Belastungsproben unterziehen. Viele Jahre sind seit seiner letzten Prüfung vergangen und nun ist er König von Sparta. Der Perserkönig Xerxes hingegen versucht vom Osten aus die gesamte Welt einzunehmen, und Sparta ist ihm da schon lange ein Dorn im Auge. Seine entsandten Boten, welche Leonidas Angebote zur Unterwerfung an Xerxes bereiten, werden kurzerhand entsorgt und kurz darauf versammelt Xerxes das damals größte Heer der Welt um Sparta zu unterjochen. Leonidas jedoch zieht mit nur 300 loyalen Elite-Kämpfern, den Spartiaten, in den Krieg und nutzt die Beschaffenheit Griechenlands für sich aus. In der Enge der Thermopylen nützt die zahlenmäßige Überlegenheit der Perser nichts und Leonidas und seine 300 Männer sind undurchdringlich. Bis ein Verräter, blind vor Wut und Neid, den Untergang besiegelt...

Gewaltig
"300" ist von der ersten Minute an fesselnd, bietet dem Zuschauer ein ganz neues Filmerlebnis. Die Farbtöne, vorwiegend in Gold oder Schwarz gehalten, erzeugen eine monumentale Atmosphäre und die digital erzeugten Landschaften verblüffen. Regisseur Zack Snyder schreckt auch nicht davor zurück, den Stil von "Sin City" zu imitieren oder Einstellungen von "Gladiator" zu übernehmen. Doch schöne Landschaften und eine packende Atmosphäre ist natürlich nur ein winziger Teil dessen, was "300" ausmacht. Die gewaltigen Schlachten zwischen den Spartiaten und allem, was Xerxes zu bieten hat, sind erstaunlich gut choreographiert und fesseln bis zur letzten Sekunde.

Die Darstellung des Königs Leonidas ist Gerard Butler ohne Zweifel sehr gut gelungen. Er ist brutal, aber auch gerecht und charismatisch. Von dem ersten Moment an freundet man sich mit seiner Person besser an als mit anderen Königen oder führenden Persönlichkeiten heutiger Filme, was wohl auch an dem kleinen Spritzer Humor in seiner Rolle liegt. Wie die anderen Darsteller der Spartiaten unterzog er sich einem 8-wöchigen Training unter Anleitung von einem professionellen Trainer und Bergsteiger, Mark Twight, welcher für jeden einzelnen einen gesonderten Diät-Plan erstellte. Doch sie trainierten alle zusammen und auch als Teams gegeneinander und gegen die Zeit. Der Punktestand in den Wettkämpfen wurde öffentlich ausgehägt und förderte so den Wettbewerbs- und Teamgeist.

"300" ist zwar historisch vielleicht nicht 1:1 exakt übernommen, doch viele Menschen denken nicht daran, was diese Schlacht für eine Bedeutung hatte. Wenn Leonidas und seine 300 Männer Xerxes nicht so lange aufgehalten hätten und er Griechenland eingenommen hätte, würde die heutige Welt wahrscheinlich anders aussehen. Der Siegeszug von Xerxes wäre weitergegangen und die westliche Welt wäre ihm mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Opfer gefallen.



Fazit
"300" ist ein Schlachtenepos mit atemberaubender Optik, sehr guten Darstellern und sollte man als Filmfan nicht verpasst haben. /pp

alle Bilder © Warner


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:300
Land/Jahr:USA 2007
Genre:Historie, Kriegsfilm, Drama
Regie:Zack Snyder
Drehbuch:Zack Snyder
Musik:Tyler Bates
Studio:Warner
FSK:
ab 16
Länge:116 min.
Deutschlandstart:05.04.2007
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

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Schauspieler und Rollen

Gerard Butler Gerard Butler
als "König Leonidas"
Lena Headey Lena Headey
als "Königin Gorgo"
Dominic West Dominic West
als "Theron"
David Wenham David Wenham
als "Dilios"
Vincent Regan Vincent Regan
als "Captain"
Michael Fassbender Michael Fassbender
als "Stelios"

Verbindungen

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Bildergalerie

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